Berlin (dpa) - "Schmetterling des Jahres 2017" ist die Goldene Acht. Damit solle auf die Gefährdung des Falters aufmerksam gemacht werden, teilte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Berlin mit.

Mit der Intensivierung der Landwirtschaft schwinde der Lebensraum der Goldenen Acht (Colias hyale) zusehends. Bundesweit ist der Schmetterling noch als ungefährdet eingestuft, aber in einigen Bundesländern, etwa in Nordrhein-Westfalen, steht er auf der Roten Liste. Die Goldene Acht hat ihren Namen von einem kleinen Fleck auf der Unterseite des Flügels. Die Raupen ernähren sich von Luzerne und Klee, die kaum noch als Gründünger oder Viehfutter angebaut werden.

Der Wanderfalter kann mehrere Hundert Kilometer fliegen und ist von Mai bis Oktober zu beobachten. Die Männchen sind gelb, die Weibchen grünlich-weiß gefärbt. Der Schmetterling kommt in Mittel- und Osteuropa und in gemäßigten Zonen Asiens vor. Die Goldene Acht hat in der Natur eine Art Doppelgänger: Vom Hufeisenklee-Gelbling kann sie nur als Raupe zweifelsfrei unterschieden werden. Der BUND und seine Naturschutzstiftung in NRW küren seit 2003 den Schmetterling des Jahres.

Pressemitteilung BUND NRW Naturschutzstiftung