Köln (SID) - Was steht an?

Wie Skispringer und Langläufer starten auch die Nordischen Kombinierer am Wochenende im finnischen Kuusamo in die Weltcup-Saison 2016/17. Bis zum 19. März macht der Weltcup in zwölf Orten Station. 22 Einzel- und zwei Mannschafts-Wettbewerbe sowie ein Teamsprint stehen an.

Was sind die Höhepunkte?

Highlight der Saison sind zweifelsohne die nordischen Weltmeisterschaften vom 22. Februar bis 5. März in Lahti, wo vier Entscheidungen der Kombinierer auf dem Programm stehen. Höhepunkte des Weltcups sind die Rennen im französischen Chaux-Neuve (21./22. Januar) mit der traditionell besten Stimmung und das anschließende "Triple" in Seefeld (27. bis 29. Januar). Einzige Station in Deutschland ist das Saisonfinale am 18. und 19. März in Schonach.   

Wer sind die Favoriten?

Die deutsche Dominanz könnte sich fortsetzen: Mit Eric Frenzel, der zuletzt viermal in Folge den Gesamtweltcup gewann, Weltmeister Johannes Rydzek und Fabian Rießle hat Bundestrainer Hermann Weinbuch drei der weltbesten Kombinierer in seinen Reihen. Die härtesten Konkurrenten sind der Japaner Akito Watabe, auch wenn ihn im Sommer ein Handbruch ausbremste, und erneut die Norweger. Vor allem der 19 Jahre alte Jarl-Magnus Riiber hat das Zeug zum kommenden Dominator.  

Wo liegt die WM-Norm für die DSV-Starter?

Die Faustformel lautet: Wer zweimal in den Top 6 oder dreimal in den Top 8 landet, fährt zur WM. In Einzelfällen hat aber der Bundestrainer das letzte Wort.

Wer überträgt? 

Wie in den vergangenen Jahren können sich die Kombinierer nicht über TV-Präsenz beschweren. ARD und ZDF sowie Eurosport und Eurosport 2 übertragen praktisch jeden Sprung und jeden Loipen-Kilometer live.   

Und die Frauen?

Der Ski-Zweikampf für Wintersportlerinnen steckt weiterhin in der Entwicklungs- und Erprobungsphase, offizielle Wettkämpfe richtet der Weltverband FIS auch in der neuen Saison nicht aus. Allerdings wird die FIS zeitnah nicht um ein tragfähiges Konzept herumkommen, die Frauen analog zum Skispringen in den Weltcup zu integrieren. Dies ist zwingend notwendig, damit die Kombination nicht mittelfristig ihren Status als olympische Disziplin verliert.