München (SID) - Uli Hoeneß war noch keine 24 Stunden wieder in Amt und Würden, da musste sich der Präsident von Fußball-Rekordmeister Bayern München auch schon erstmals öffentlich entschuldigen. In Richtung Bundesliga-Tabellenführer RB Leipzig, den er auf der Jahreshauptversammlung am Freitagabend als "Feind" bezeichnet hatte, sagte Hoeneß bei Sky und im ZDF: "In meiner Euphorie habe ich ein völlig falsches Wort gesagt, das war ein totaler Fehlgriff."

Das Wort Feind nehme er "hiermit offiziell zurück und entschuldige mich dafür", das gelte auch für Borussia Dortmund, ergänzte Hoeneß (64), das er im selben Atemzug genannt hatte. "Im Fußball gibt es keine Feinde, die gibt es im Krieg. Im Irak oder Syrien, da gibt es Feinde, aber nicht im Fußball - das sind Rivalen und Gegner, die wir sportlich bekämpfen müssen, mehr nicht."

Und damit begann Hoeneß auch gleich. Dass Leipzig derzeit drei Punkte vor den Münchnern vorne stehe, kommentierte er mit den Worten: " Aber die kommen demnächst nach München!" Er sei "überzeugt davon", betonte Hoeneß, dass spätestens nach dem Duell am 21. Dezember Gleichstand herrsche.

Der Bayern-Patron hat jedoch großen Respekt vor der Leistung des Aufsteigers. "Es wird in Leipzig hervorragend gearbeitet, es wird gut transferiert, es wird fleißig gelaufen auf dem Platz, und sie haben einen guten Trainer, der seine Sache richtig, richtig gut macht", sagte er.