Mönchengladbach (SID) - Für Trainer André Schubert wird die Luft bei Borussia Mönchengladbach dünner. Nach einem 1:1 (1:0) gegen 1899 Hoffenheim und zugleich dem siebten Ligaspiel in Folge ohne Sieg muss der 45-Jährige trotz der Rückendeckung von Sportdirektor Max Eberl mehr denn je um seinen Job bangen.

Während die Gladbacher, die nach der Vertragsverlängerung mit Schubert bis 2019 in der Meisterschaft kein Spiel mehr gewonnen haben, die internationalen Plätze immer mehr aus den Augen verlieren, dürfen die nach wie vor ungeschlagenen Kraichgauer weiter von ihrer ersten Teilnahme an der Champions League träumen.

Mahmoud Dahoud (25.) hatte mit seinem ersten Saisontreffer für die Gladbacher Führung gesorgt, dem zur zweiten Hälfte eingewechselten Nadiem Amiri (53.) gelang ebenfalls mit seinem ersten Treffer in dieser Spielzeit der Ausgleich für die Gäste.

Drei Tage nach dem beachtlichen 1:1 in der Champions League gegen Manchester City waren die Gastgeber von Beginn an bemüht, die Derbypleite gegen den 1. FC Köln (1:2) eine Woche zuvor vergessen zu machen. 70 Prozent Ballbesitz zugunsten der Borussia in der ersten Viertelstunde sprachen eine deutliche Sprache, Chancen sprangen aber aus der Feldüberlegenheit in der Anfangsphase nicht heraus.

Die erste gute Gelegenheit der Hausherren vergab Kapitän Lars Stindl, der in der 21. Minute mit einem beherzten Schuss von der Strafraumgrenze an 1899-Torwart Oliver Baumann scheitert. Vier Minuten später war der Gäste-Keeper aber machtlos, als Dahoud nach einem präzisen Zuspiel des ins Team zurückgekehrten Weltmeisters Christoph Kramer den Ball in die Ecke zirkelte. Raffael und der ehemalige Hoffenheimer Tobias Strobl vergaben weitere gute Möglichkeiten vor dem Pausenpfiff.

Hoffenheim wusste sich kaum aus der Umklammerung zu lösen und hatte durch den früheren Gladbacher Eugen Polanski (42.) vor der Pause nur eine nennenswerte Möglichkeit.

Vor 51.086 Zuschauern dominierten die Gastgeber auch im zweiten Durchgang zunächst das Geschehen. Angetrieben vom starken Thorgan Hazard brachte das Team von Schubert die Hoffenheimer immer wieder in Verlegenheit. Die Gäste agierten ihrerseits viel zu statisch und hätten bereits in der 49. Minute einen weiteren Treffer kassieren müssen. Stindl scheiterte aber einmal mehr freistehend am starken Baumann, was sich kurz darauf rächte.

Sebastian Rudy überraschte die schläfrige Borussen-Abwehr mit einem guten Pass auf Amiri, der bei seinem Treffer dann auch Mönchengladbachs Torwart Yann Sommer alt aussehen ließ. Anschließend lieferten sich beide Teams bis zum Schluss einen offenen Schlagabtausch. Fabian Johnson vergab frei vor Baumann die erneute Führung (77.).