New York (SID) - Titelverteidiger Magnus Carlsen (Norwegen) und Sergey Karjakin (Russland) haben sich sich in der elften Partie der Schach-WM remis getrennt. Beim Stand von 5,5:5,5 vertagten sie die Entscheidung auf die letzte Partie am Montag. Falls es keinen Sieger gibt, kommt es zum Tiebreak.

"Es ist keine Traumsituation, aber es hätte auch viel schlimmer sein können", sagte Carlsen und gab sich zuversichtlich: "Das Match läuft inzwischen in meine Richtung und ich gehe optimistisch in die letzte Partie."

Karjakin eröffnete mit der Spanischen Partie. Die Spieler wiederholten die Züge aus der zweiten Partie, bis Carlsen mit einem sicheren Läuferzug abwich. Es kam zum Abtausch von drei Leichtfiguren und Karjakin schien am Königsflügel etwas Vorteil zu besitzen. 

Allerdings hatte Carlsen ein Übergewicht am Damenflügel und Zentrum, das er konsequent einsetzte. Er überraschte seinen Gegner mit starken Bauernvorstößen im Zentrum und übernahm die Initiative. Karjakin zog die Notbremse und tauschte weiter Material ab. 

Carlsen besaß in einem Schwerfigurenendspiel einen starken Freibauern auf e2, doch nach dem Tausch der Türme sicherte sich der Herausforderer aus Russland das Remis durch Dauerschach im 34. Zug.

Die Entscheidung über den WM-Sieg fällt somit womöglich in der zwölften und letzten Partie. Gibt es keinen Sieger, erfolgt nach einem weiteren Ruhetag ein Tiebreak mit Partien mit verkürzter Bedenkzeit.

Die zwölfte Partie findet nach einem Ruhetag am Montag statt. Carlsen führt die weißen Steine. Der Sieger einer Begegnung erhält einen Punkt, bei einem Remis bekommen beide jeweils 0,5 Punkte.