Nürnberg (dpa) - Jobvermittler rechnen zum Jahresauftakt 2017 mit einer etwas verhaltenen Einstellungspolitik der deutschen Unternehmen. Zumindest in den kommenden drei Monaten sei nicht mehr mit so vielen neuen Jobs zu rechnen wie zuletzt.

Das berichteten Arbeitsmarktforscher unter Berufung auf eine Befragung der 156 deutschen Arbeitsagentur-Chefs. Entsprechend sank das monatlich vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ermittelte Arbeitsmarktbarometer im November um 0,2 Punkte auf 103,2 Zähler.

Die Jobvermittler gingen zwar weiter von Jobgewinnen aus, diese dürften zu Beginn des Jahres 2017 aber moderater ausfallen als im Frühjahr dieses Jahres, fasst IAB-Forschungsbereichsleiter, Enzo Weber, das Befragungsergebnis zusammen. "Der Beschäftigungsaufbau verliert ein wenig an Schwung."

Hingegen werde sich nach Einschätzung der Jobvermittler der Rückgang der Arbeitslosigkeit in den kommenden drei Monaten fortsetzen - und das, obwohl immer mehr Flüchtlinge auf den Arbeitsmarkt drängten, berichtet das IAB. Das liege zum einen am aktuell geringen Risiko, arbeitslos zu werden. Zugleich absolvierten derzeit noch viele Flüchtlinge Integrations- und Berufsvorbereitungskurse, in denen sie für den deutschen Arbeitsmarkt fit gemacht werden sollen. Solange gelten sie offiziell nicht als arbeitslos.