Köln (SID) - Die öffentlich-rechtlichen TV-Sender ARD und ZDF haben das Ende der Gespräche mit dem US-Medienunternehmen Discovery über die Sublizenzrechte für die kommenden Olympia-Übertragungen mit "großem Bedauern" zur Kenntnis genommen. Allerdings seien die Forderungen der Sendegruppe um den Free-TV-Kanal Eurosport zu hoch gewesen, um zu einer Einigung zu finden.

"Wir haben uns im Interesse unserer vielen sportbegeisterten Zuschauer lange und sehr intensiv mit konkreten Angeboten bei Discovery um die Einräumung von Sublizenzrechten bemüht, um die Olympischen Spiele wie gewohnt einem breiten Publikum präsentieren zu können", sagte Ulrich Wilhelm, Sportrechte-Intendant der ARD: "Wir müssen aber erkennen, dass die Forderungen von Discovery bei Weitem über dem liegen, was von uns verantwortet werden kann. Wir sind zu wirtschaftlichem Umgang mit Beitragsgeldern verpflichtet."

Auch ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut ist enttäuscht über den Discovery-Alleingang. "Wir sind Discovery bis an unsere Schmerzgrenze entgegengekommen", sagte Bellut in einer Stellungnahme am Montag. Wie auch Wilhelm hofft er noch immer auf die Fortsetzung der Verhandlungen: "Sollte Discovery seine Entscheidung nochmals überdenken und auf unser Angebot zurückkommen wollen, sind wir jederzeit bereit, die Gespräche fortzusetzen."