München (dpa) - Journalistin Monica Lierhaus zeigt sich stolz darauf, dass sie nach jahrelanger Reha nicht mehr auf fremde Hilfe angewiesen ist.

"Mir wurde ein Leben im Rollstuhl prognostiziert" sagte die 46-Jährige dem Magazin "Focus Gesundheit", "aber niederschmetternde Behauptungen sind für mich ein Ansporn, das Gegenteil zu beweisen." Bei einer Hirn-OP war es 2009 bei der Hamburgerin zu Komplikationen gekommen, sie musste ins künstliche Koma versetzt werden. Tätigkeiten wie Essen, Trinken, Sprechen und Gehen musste die TV-Moderatorin komplett neu lernen.

"Mit medizinischer Rehabilitation ist unglaublich viel möglich, das Gehirn kann neue Verbindungen aufbauen", sagte Lierhaus. "Aber das alles dauert und kostet Zeit". Oft habe sie ihre Fortschritte erst im Nachhinein erkannt. Über ihre Krankheitsgeschichte hat Lierhaus Anfang des Jahres das Buch "Immer noch ich" veröffentlicht.