Wiesbaden (SID) - Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg hält eine Normalisierung der Beziehung zu seinem Teamrivalen Lewis Hamilton für kaum möglich. "Es wird immer schwierig sein. Es wird fast unmöglich sein, eine gute Beziehung zu haben", sagte Rosberg am Mittwoch beim Empfang in seiner Geburtsstadt Wiesbaden: "Dazu ist die Rivalität zu groß. Wir sind im selben Team, es geht immer um den Titel."

Ein grundsätzlicher Respekt für den Anderen sei aber immer noch vorhanden. "Wir waren mit 13 beste Freunde. Das ist immer noch in mir drin. Und ich denke, bei Lewis auch. Das wird auch so bleiben", sagte Rosberg.

Die große Aufregung um die Fahrweise Hamiltons beim Saisonfinale in Abu Dhabi findet Rosberg indes "unsinnig". Er könne "die Teamseite verstehen, weil wir immer unter bestimmten Rahmenbedingungen fahren", sagte er: "Ich kann aber auch Lewis verstehen. Wir sind Einzelkämpfer im Auto, da geht es um die WM. Ich kann verstehen, dass er auch mal über das Limit geht."

Der Engländer hatte ihn in Führung liegend über viele Runden eingebremst, um Rosbergs Verfolgern Attacken zu ermöglichen und so doch noch selbst eine Chance auf den WM-Titel zu haben. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hatte dies deutlich kritisiert, die englische Presse spekulierte anschließend gar über eine Entlassung oder eine Sperre Hamiltons.