Berlin (SID) - Anwohner von Sportplätzen in der Stadt müssen künftig wohl mehr Lärm tolerieren. Ein entsprechendes Maßnahmenpaket enthält der Gesetzesentwurf zur "Stärkung des neuen Zusammenlebens", den Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) am Mittwoch im Parlament vorstellte. Darin einigte sich die Bundesregierung unter anderem auf eine Erhöhung der Lärmschutz-Grenzwerte für innerstädtische Sportplätze und -anlagen.

Das Kabinett beschloss, dass abends und während der Nachmittagsruhe an Sonn- und Feiertagen fünf Dezibel mehr erlaubt sind als bisher. "Wir brauchen Sportplätze in der Stadt - für die Gesundheit, aber auch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und für die Kinder", sagte Hendricks: "Ich bin ganz sicher, dass das zu einem Aufatmen in unzähligen Sportvereinen dieses Landes sorgen wird."

Das Ministerium geht damit auf seit vielen Jahren erhobene Forderungen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) ein, die über zunehmende Klagen von Anwohnern berichtet hatten. Durch die Erhöhung der Grenzwerte, sollten Trainings- und Spielbetrieb zahlreicher Sportvereine erheblich erleichtert werden.