Mainz (SID) - IOC-Präsident Thomas Bach blickt mit Sorge auf den deutschen Fechtsport und seine alte sportliche Heimat. "Was in Tauberbischofsheim und in meinem geliebten Fechtsport passiert, kann man diplomatisch mit dem Satz zusammenfassen: I am not amused." Es sei traurig zu sehen, wie die Leistungsdichte im deutschen Fechtsport in den letzten Jahren nachgelassen habe, sagte der Fecht-Olympiasieger von 1976 im Gespräch mit dem Südwestrundfunk (SWR).

Bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro hatten die deutschen Fechter erstmals seit 36 Jahren keine Olympiamedaille gewonnen. Bach setzt auf die neue Präsidentin des Deutschen Fechter-Bundes: "Ich hoffe, dass mit der neuen Führung, mit der früheren IOC-Athletensprecherin Claudia Bokel, mit ihrer Mannschaft und dann hoffentlich auch mit Unterstützung des neuen Leistungssportkonzepts des DOSB ein neuer Schwung in den Fechtsport kommt."

Zur Leistungssportreform, die am Wochenende von der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Magdeburg verabschiedet werden soll, sagte Bach, er denke und hoffe, dass dies auf einem guten Weg sei.