Madrid (SID) - Der spanischen Polizei ist im Kampf gegen Wettmanipulation im Tennis ein Erfolg gelungen. Wie die Behörden am Donnerstag mitteilten, wurden 34 Spanier festgenommen, die diverse Spiele in Spanien und Portugal verschoben haben sollen. Darunter befinden sich auch sechs namentlich nicht genannte Spieler, die sich in der Weltrangliste zwischen den Plätzen 800 und 1400 befinden.

"Die Spieler sind die eigentlichen Opfer. Ihnen wurden Beträge von 500 Euro oder 1000 Euro versprochen, um Matches zu manipulieren. Am Ende erhielten sie nur 50 Euro", sagte ein Polizeisprecher der französischen Nachrichtenagentur AFP.

Im Rahmen ihrer Untersuchungen beschäftigt sich die Polizeit mit Partien von mindestens 17 Turnieren. Seit 2013 sollen die Betrüger dabei mehr als eine halbe Million Euro eingenommen haben.

Wettbetrug im Tennis ist spätestens seit Januar wieder ein großes Thema. Die BBC und die amerikanische Online-Plattform BuzzFeed News hatten berichtet, dass in den vergangenen zehn Jahren insgesamt 16 Spieler aus den Top 50 - darunter auch ein Grand-Slam-Sieger im Doppel - in Manipulationen verstrickt waren.