Berlin (SID) - Tennisstar Angelique Kerber (28) kann sich nach dem Ende ihrer Profikarriere den Wechsel hinter die Kamera vorstellen. "Fotografie finde ich sehr interessant, ich mag es, die Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu sehen", sagte die Weltranglistenerste Kerber im Interview mit dem Modemagazin Grazia und fügte an: "Ich finde zum Beispiel auch den ganzen Fashion- und Beauty-Bereich spannend. Vielleicht, weil es das Gegenteil dessen ist, was ich mein ganzes Leben lang gemacht habe."

Gespannt blickt die Australian-Open und US-Open-Siegerin, die seit zwei Wochen wieder trainiert, auch der neuen Saison als Branchenführerin entgegen. "Das wird nicht einfach sein. Aber ich versuche, den Druck nicht so sehr an mich heranzulassen und mir regelmäßige Auszeiten zu nehmen, wo ich mal ein Buch lese, Musik höre oder mich an einen See setze", kündigte Kerber an.

Die Auswirkungen ihres Erfolges hat die Linkshänderin bereits registriert. "Ich spüre schon, dass andere Spielerinnen mir jetzt anders begegnen. Das merke ich auf dem Platz, aber auch außerhalb des Platzes." Die Blicke seien anders. "Man fühlt sich ein bisschen beobachtet", sagte Kerber. 

Die Fed-Cup-Spielerin aus Kiel gab auch zu, sich manchmal auf der Tour einsam zu fühlen. "Ich bin so viel unterwegs, jede Woche ein neues Land, ein anderes Hotel. Da sitzt man dann schon mal abends im Zimmer und sehnt sich nach seinem Zuhause, der Familie und Freunden", berichtete Kerber, deren Saison 2017 mit der Teilnahme am Turnier im australischen Brisbane (ab 1. Januar) beginnt.