Tokio (SID) - Im Streit um die Kostenexplosion der Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio deutet sich eine Annäherung an. IOC-Vizepräsident John Coates, Vorsitzender der IOC-Koordinierungskommission, erklärte zum Abschluss einer dritten Inspektionsrunde in Tokio, dass Yoshiro Mori, Präsident des Organisationskommitees, und Yuriko Koike, Gouverneurin der Präfektur Tokio, einen Plan zur Senkung der Kosten entwickelten.

"Ich bin zuversichtlich, dass Gouverneurin Koike und Präsident Mori und die zwei Organisationen, die sie leiten, zusammenarbeiten", sagte Coates auf einer Pressekonferenz. Einen zu hohen Etat zu akzeptieren, würde auch gegenüber anderen Kandidatenstädten für die Ausrichtung von Olympischen Spielen einen "falschen Eindruck vermitteln", so Coates.

Befürchtungen, dass die Ausgaben die Grenze von 30 Milliarden Dollar (28,2 Milliarden Euro) überschreiten und damit das Vierfache der ursprünglichen Kalkulation betragen würden, hatten zuletzt für Verstimmung im IOC gesorgt. Mori hatte vorgeschlagen, die Kosten auf knapp 20 Milliarden Dollar zu deckeln.  Doch Coates forderte noch mehr Sparsamkeit: "Das IOC ist nicht in der Lage, Kosten um die 20 Milliarden Dollar zu akzeptieren", sagte der Australier.