Ismaning (SID) - Biathlet Michael Rösch war überwältigt von den Rückmeldungen, die er nach seinem sechsten Platz beim Weltcup in Pokljuka und der folgenden Widmung an seinen verstorbenen Ex-Trainer Klaus Siebert erhalten hatte. "Ich habe in den vergangenen Tagen viel Zeit im Internet verbracht. Mir ist erst jetzt bewusst geworden, welche Ausmaße das alles genommen hat", sagte der Sachse, der mittlerweile für Belgien startet, bei Sport1.

Die Kommentare der Menschen seien "durchweg positiv und sehr herzergreifend" gewesen. Rösch (33) habe sich "sehr darüber gefreut. Es ist ein schönes Gefühl zu sehen, dass ich mit einem sechsten Platz Menschen bewegen kann."

Das Resultat in der Verfolgung von Pokljuka am vergangenen Wochenende war der größte Erfolg seit seinem Nationenwechsel - und zudem eine persönliche Genugtuung nach all den Entbehrungen in der Vergangenheit. "Es gab viel, worauf ich verzichtet habe. Ich haben den Beamtenstatus verloren, ich musste mein Haus verkaufen. Ich habe viel Zeit und Schmerz investiert. Ich konnte mir wenig leisten, war ewig nicht im Urlaub, habe Zeit und Geld in mein Ziel gesteckt", sagte Rösch: "Es war ein Tanz auf der Rasierklinge. Es stand schon meine Zukunft auf dem Spiel."