Courchevel (SID) - Starke Windböen haben am Dienstag zu einem Abbruch des Weltcup-Riesenslaloms im französischen Courchevel geführt. Der zunächst vorgesehene Neustart um die Mittagszeit auf verkürzter Strecke war ebensowenig möglich wie eine Verlegung auf Mittwoch, weshalb das Rennen letztlich abgesagt wurde.

Der Internationale Skiverband FIS prüft nun die Möglichkeit, den Riesenslalom am 27. Dezember in Semmering/Österreich nachzuholen. Dort finden am 28./29. Dezember bereits ein Riesenslalom und ein Slalom statt.

"Für mich ist das gut, ich bin sehr froh, dass es so gekommen ist", sagte Viktoria Rebensburg über die Absage. Nach überstandenem Magen-Darm-Virus war die Olympiasiegerin mit den Bedingungen nicht zurecht gekommen. Zum Zeitpunkt des Abbruchs, als 19 Läuferinnen im Ziel waren, lag sie als 15. 1,85 Sekunden hinter der führenden Sofia Goggia (Italien) zurück.

Nach der Erkrankung sei es in der kurzen Weihnachtspause "sehr wichtig für mich, dass ich mich sammeln kann, dann werde ich neu angreifen", sagte Rebensburg. Sie gab zu, dass sie sich nach ihrer Verletzung im Herbst und dem Virus in einer "schwierigen Situation" befände: "Da muss man kämpfen."

Das galt auch für den "Riesen" in Courchevel, der wegen des Windes mehrere Male unterbrochen werden musste, bis sich FIS-Renndirektor Atle Skaardal zum Abbruch und letztlich zur Absage durchrang. Es sei "eine Frechheit" gewesen, dass das Rennen unter diesen Umständen überhaupt gestartet wurde, sagte die Schweizerin Lara Gut nach ihrer Fahrt auf Platz fünf.

"Wir sind keine Windsurfer und haben keine Flügel", schimpfte die Gesamtweltcupsiegerin. Der zunächst vorgesehene Neustart kam bei ihr ebenfalls nicht gut an. "Neue Chance für ein bisschen Kitesurfen. Wollt ihr mich veräppeln, FIS?", schrieb sie bei Twitter. Dazu kam es dann aber doch nicht.