Köln (SID) - Alexander Zverev wird sich im Tenniszirkus 2017 "erstmals beweisen müssen". Diese Meinung vertrat der frühere Wimbledonsieger Michael Stich im Gespräch mit spox.com und tennisnet.com. Der 19-jährige Zverev habe eine "konstante und dennoch rasante Entwicklung genommen", die ihm Stich "in dieser Geschwindigkeit nicht ganz zugetraut" hätte. 

Künftig sei Zverev allerdings "nicht mehr der Newcomer, jeder will gegen ihn gewinnen", sagte Stich. Zverev müsse außerdem künftig "mit der eigenen Erwartungshaltung zurechtkommen. Nach oben zu kommen, ist vergleichsweise einfach, oben zu bleiben, das ist das Schwierige. Ich würde mir auf jeden Fall wünschen, dass er den Schritt unter die Top 20 macht."

Stich glaubt außerdem, dass Zverev als Nummer 24 der Welt und Nummer eins der deutschen Rangliste "körperlich Potenzial hat, sich weiter zu entwickeln. Er ist extrem groß und schlaksig, da erinnert er mich ein wenig an mich in dem Alter. Aber er ist sehr professionell und hat dafür seinen Fitness-Trainer." 

Am Aufschlag könne man bei dem 19-jährigen Hamburger "sicherlich noch arbeiten und am Volley - es ist ja auch bei Roger Federer oder Rafael Nadal trotz aller Erfolge noch Luft da, sich zu verbessern. Also sicherlich auch bei Alexander Zverev", sagte Stich.

Seine eigene Zukunft sieht Michael Stich definitiv nicht in der Trainerbranche. "Ich muss ehrlich sagen, ich wäre nicht in der Lage und hätte auch keine Lust, 25 Wochen im Jahr um die Welt zu reisen. Das ist nicht mein Lebensweg", sagte der 48-Jährige, einst die Nummer zwei der Welt.