Toulon (dpa) - Der TÜV Rheinland ist im Skandal um fehlerhafte Brustimplantate in Frankreich zur Zahlung von Schadenersatz in Millionenhöhe verurteilt worden. Das Handelsgericht von Toulon sprach 20 000 Klägerinnen jeweils 3000 Euro zu, wie AFP berichtet. Der TÜV kündigte Berufung an. Der inzwischen insolvente französische Hersteller Poly Implant Prothèse hatte billiges Industriesilikon für seine Implantate verwendet. Der TÜV hatte die Produktion von PIP zertifiziert. Andere Gerichte hatten jedoch mehrfach entschieden, auch der TÜV sei vom Hersteller getäuscht worden.