Kitzbühel (SID) - Abfahrts-Olympiasieger Matthias Mayer hat die Ski-Nation Österreich zum Auftakt der Hahnenkammrennen in Kitzbühel jubeln lassen. Der 26-Jährige holte sich beim Super-G im Ski-Mekka seinen vierten Weltcup-Sieg - den ersten nach zwei zweiten Plätzen in "Kitz". Es war der erste Erfolg eines Österreichers im Super-G von Kitzbühel seit dem Triumph von Klaus Kröll 2009.

Josef Ferstl (Hammer) zeigte als Achter eine starke Vorstellung - so gut war bei einem Super-G in "Kitz", der dort seit 1995 gefahren wird, noch kein Deutscher. Für Ferstl war es nach Platz fünf in Santa Caterina kurz nach Weihnachten die zweitbeste Weltcup-Platzierung in dieser Disziplin. Der Sohn des zweimaligen "Kitz"-Siegers Sepp Ferstl lag nach Problemen an der Hausbergkante 0,90 Sekunden hinter Mayer zurück.

"Ich habe leider einen kleinen Fehler eingebaut, kann aber voll zufrieden sein. Top 10, das ist hervorragend", sagte Ferstl im ZDF. Andreas Sander (Ennepetal) enttäuschte mit Startnummer 1 und kam mit zwei Sekunden Rückstand nur auf Rang 28. Dominik Schwaiger (Königssee/+2,55) belegte Platz 40, Thomas Dreßen (Mittenwald) schied aus.

Mayer setzte sich hauchdünn mit einem Vorsprung von 0,09 Sekunden auf Christof Innerhofer, Super-G-Weltmeister von 2011 aus Italien, durch. Dritter wurde der Schweizer Beat Feuz (+0,44). "Es ist ein geiler Super-G. Es ist unglaublich, dass ich ganz oben stehen kann, es ist der größte Traum eines Skifahrers, in Kitzbühel zu gewinnen", sagte Mayer im ORF.