Antholz (SID) - Vor dem Krisentreffen seines Vorstands am Samstag in Antholz wird der Druck auf den Biathlon-Weltverband IBU immer größer. Skijäger aller Nationen fordern die Funktionäre zu konsequentem Handeln auf, am besten noch vor der WM in Hochfilzen (9. bis 19. Februar). "Auch um einfach der Welt zu zeigen, wir Biathleten sind für einen sauberen Sport und auch die IBU steht voll hinter uns", sagte die deutsche Verfolgungs-Weltmeisterin Laura Dahlmeier im ZDF.

Der Vorstand will sein Treffen bis 18.00 Uhr beendet haben und wird danach in einem ersten Briefing die Ahtleten informieren. Erst danach sollen die Medienvertreter bei einer Pressekonferenz (gegen 20.00 Uhr) von möglichen Entscheidungen erfahren. Das teilte die IBU mit.

Nachdem Chefermittler Richard McLaren in seinem Bericht festgestellt hatte, dass zu den dopingverdächtigen Athleten aus Russland 31 Biathleten gehören, hatte die IBU zuletzt lediglich zwei Sportler vorläufig gesperrt und von weiteren Untersuchungen gegen die 29 anderen gesprochen. Zudem wird der Weltcup in dieser Saison nicht wie geplant im russischen Tjumen Station machen.

Die Athleten fordern jedoch tiefergreifende Entscheidungen und übergaben der IBU deshalb in der Vorwoche einen von 170 Sportlern unterzeichneten Brief, in dem sie ihre Forderungen erläuterten. Demnach sollen betroffene Nationen Startplätze verlieren, die finanziellen Sanktionen deutlich höher ausfallen und bei einem Dopingvergehen die Sportler bis zu acht Jahre gesperrt werden.