Frankfurt/Main (SID) - DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat US-Präsident Donald Trump für die von ihm verhängten Einreiseverbote für Bürger aus sieben überwiegend muslimischen Ländern heftig kritisiert. "Wir haben im Sport klare Regeln und Grundsätze. Dazu gehört der weltweite Zugang ohne Ansicht der Religion und der Herkunft. Deshalb ist diese Vorgehensweise für uns inakzeptabel", sagte Hörmann am Montag beim Neujahrsempfang des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Frankfurt/Main: "Wir haben noch nicht geprüft, ob Athleten von uns betroffen sind. Aber es wird sicher so sein."

Trump hatte in der vergangenen Woche verfügt, dass Bürger aus Iran, Sudan, Syrien, Libyen, Somalia, Jemen und Irak in den nächsten 90 Tagen nicht mehr in die USA einreisen dürfen. Flüchtlingen weltweit wurde die Einreise für 120 Tage untersagt, syrischen Flüchtlingen sogar auf unbestimmte Zeit.

Mit Blick auf die Bewerbung von Los Angeles um die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2024 sieht Hörmann aufgrund der Vorgehensweise Trumps schwarz: "Wer 2024 das größte Sportfest der Welt ausrichten möchte, erweist diesem Vorhaben damit einen Bärendienst. Wir hoffen auch deshalb noch auf ein Umdenken."