Leverkusen (SID) - Nach seiner Tor-Gala gegen Eintracht Frankfurt sandte Javier Hernandez, besser bekannt unter seinem Spitznamen Chicharito (kleine Erbse), in der Mixed-Zone noch schnell ein paar Grüße auf Spanisch in eine TV-Kamera. Dann verschwand der 28-Jährige in der Kabine.

Die Krise des Bundesligisten Bayer Leverkusen in den letzten Wochen und Monaten war auch die Torkrise des Lateinamerikaners, der eigentlich den Werksklub wieder in Richtung der internationalen Plätze schießen wollte. Doch in den letzten zwölf Spielen gelang Hernandez nur ein einziges Törchen - und das bei der 2:3-Heimpleite nach einer 2:0-Führung gegen Borussia Mönchengladbach.

Am Samstag gegen Eintracht Frankfurt war Chicharito schon fast wieder der Alte. Laufstark, keinen Zweikampf scheuend und immer da, wo es brennt - Hernandez trumpfte stark auf und belohnte sich mit einem Doppelpack (5./63.). Er profitierte einmal bei seinem Scherenschlag zum 1:0 von einem Pressschlag im Eintracht-Strafraum und einmal von der Flanke des wieder stärker werdenden Nationalspielers Karim Bellarabi, der auch den Treffer zum 3:0 vorbereitete.

In der 70. Minute wurde Hernandez ausgewechselt, mit lang anhaltendem Applaus feierten die Bayer-Fans den quirligen Angreifer. Und der für ihn ins Spiel gebrachte Kevin Volland setzte den Schlusspunkt gegen die Eintracht. An diesem Tag passte mal wieder alles zusammen bei Bayer, sehr zur Freude von Trainer Roger Schmidt. Der konnte mal durchschnaufen.