Nürnberg (dpa) - Mit extrem ungleicher Bezahlung von Beschäftigten und einer großen Zahl von Niedriglohn-Beziehern ist nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern auf Dauer kein Jobaufschwung möglich.

In Volkswirtschaften mit weit auseinander klaffenden Lohnniveaus und vielen Geringverdienern leide in der Regel auch die Produktivität. Das geht aus einer veröffentlichten Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Die Autoren der Studie, die IAB-Wissenschaftler Enzo Weber und Christian Hutter, widersprechen damit der verbreiteten Meinung, die Jobchancen Schwächerer ließen sich vor allem mit einem ausgeprägten Niedriglohnsektor verbessern. Sie berufen sich dabei auf ein von ihnen neu entwickeltes Modell über Wirkungsmechanismen auf dem Arbeitsmarkt.