Dortmund (SID) - Auf große Resonanz stieß im Internet der Vorschlag, die Südtribüne des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund am Samstag im Ligaspiel gegen den VfL Wolfsburg (15.30 Uhr/Sky) nicht zu schließen, sondern den knapp 25.000 Fans fassenden Tribünenblock stattdessen für Kinder zu öffnen. Nachdem TV-Moderator Frank Buschmann die Idee auf Facebook aufgegriffen hatte, wurde dessen Beitrag mehr als 25.000-mal geteilt.

Am Montag hatte das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) die Borussen aufgrund der Schmäh-Plakate im Signal Iduna Park beim Heimspiel am 4. Februar gegen Aufsteiger RB Leipzig zu einer Sperrung der Südtribüne sowie 100.000 Euro Geldstrafe verurteilt. Nun kam es zum Gegenvorschlag.

Der Nutzer merkte an, dass es genügend soziale Institutionen gebe, die sich über eine solche Möglichkeit freuen würden. "Plötzlich hätte man viele glückliche Kinder mit leuchtenden Augen. Und eine Südtribüne, die wohl schöner nicht strahlen könnte", hieß es in dem Beitrag.

Allerdings ist die Umsetzung des Vorschlags unmöglich. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) teilte dem SID auf Anfrage mit, dass es sich bei der Strafe um ein rechtskräftiges und abgeschlossenes Verfahren handele: Teil des Urteil sei es, dass die Tribüne leer und geschlossen sei. 

International hat es allerdings bereits vergleichbare Entscheidungen mit einer Öffnung gesperrter Zuschauerblöcke für Kinder gegeben. Bereits 2011 hatte der türkische Verband eine Sperre gegen den Istanbuler Spitzenklub Fenerbahce eine Komplettsperrung des Stadions in eine Teilstrafe umgewandelt und Frauen und Kinder ins Stadion gelassen. Die Bilder von 41.000 friedlichen Zuschauern gingen damals um die Welt. 

2013 ließ der italienische Rekordmeister Juventus Turin Kinder im Alter zwischen sechs und 13 Jahren in den eigentlich gesperrten Block.