Guangzhou (SID) - Im zuletzt überhitzten chinesischen Fußball deutet sich erstmals seit Jahren ein Umdenken in der Personalpolitik an. Wie diverse nationale Medien berichten, will Serienmeister Guangzhou Evergrande ab dem Jahr 2020 ausschließlich mit chinesischen Fußballern spielen. "In meiner Vorstellung ist unsere perfekte Mannschaft mit einem internationalen Top-Trainer und nationalen Spielern zusammengesetzt", sagte Immobilienmogul und Klubchef Jiayin Xu.

"Wir müssen unsere Einnahmen durch Spielertransfers steigern und ein Team aus jungen Spielern aufbauen, statt bloß zu kaufen", sagte Xu zur Strategie der kommenden Jahre. Bislang hatte Evergrande vor allem auf südamerikanische Spieler wie den kolumbianischen Stürmer Jackson Martínez oder den ehemaligen Dortmund-Angreifer Lucas Barrios (Paraguay) gesetzt. Trainiert wird die Mannschaft vom brasilianischen Weltmeistertrainer Luiz Felipe Scolari.

Allerdings hatte der Verband bereits Mitte Januar beschlossen, die Anzahl der pro Partie eingesetzten Ausländer von vier auf drei Spieler zu reduzieren. Durch die Begrenzung der Stellen soll die Flut von Transfers ausländischer Kicker gestoppt werden.

Auch in diesem Winter hatten die Klubs der ersten Liga wieder Hunderte Millionen Euro in neue Stars investiert, darunter allein etwa 70 Millionen in den Brasilianer Oscar, der vom englischen Spitzenklub FC Chelsea zu Shanghai SIPG gewechselt war.