Hochfilzen (SID) - Die Dopingproben der kasachischen Biathleten haben angeblich keinen positiven Befund erbracht. "Unsere Athleten sind sauber, die Ergebnisse waren negativ", wird Kasachstans Sportminister Arystanbek Mukhamediuly in heimischen Medien zitiert. Das Team sei bereits informiert worden, eine offizielle Mitteilung des Weltverbands IBU steht aber noch aus.

Am vergangenen Mittwoch hatten Beamte des österreichischen Bundeskriminalamtes (BK) bei einer Razzia vor dem WM-Auftakt in Hochfilzen im kasachischen Teamhotel "zahlreiche medizinische Produkte und Medikamente" sichergestellt. Es war ein lange geplanter Einsatz von rund 30 Beamten, nachdem es zuvor Hinweise auf verdächtige Handlungen gegeben hatte.

Im Januar, so die Mitteilung des BK, sei beobachtet worden, wie Insassen mehrerer Kleinbusse an einer Tankstelle in Osttirol einen großen Karton entsorgt hätten. Im Karton befand sich demnach "eine beträchtliche Menge an gebrauchtem medizinischen Einwegmaterial wie Einwegspritzen, Infusionen und Ampullen sowie handschriftliche Aufzeichnungen, die auf einen Dopingvorgang schließen ließen." Zudem wurden diverse Akkreditierungen für IBU-Veranstaltungen gefunden. 

Die medizinischen Produkte und Medikamente wurden einem Kontrollorgan der NADA Österreich übergeben. Nach Auswertung der Dokumente wurde der Karton samt Inhalt dem kasachischen Biathlon-Team zugeordnet.