Leipzig (SID) - RB Leipzig hat in der Fußball-Bundesliga zu alter Heimstärke zurückgefunden. Der Aufsteiger setzte sich gegen den 1. FC Köln verdient mit 3:1 (2:0) durch, nachdem die Sachsen zuvor dem Hamburger SV zu Hause mit 0:3 unterlegen waren. Der Schwede Emil Forsberg (5.), Dominic Maroh (34./Eigentor) und Timo Werner (65.) trafen bei einem Gegentor von Yuya Osako (53.) für RB.

Köln bot vor 39.335 Zuschauern am Karnevalswochenende vor allem im ersten Durchgang einen phasenweise desolaten Auftritt mit Pleiten, Pech und Pannen und blieb auch im vierten Pflichtspiel in Folge ohne Sieg. Am Ende waren die Rheinländer mit dem Ergebnis noch gut bedient und mussten in ihrem Kampf um die Europa-League-Plätze zu Recht wichtige Punkte abschreiben.

Leipzig festigte mit dem Sieg den zweiten Tabellenplatz und steuert durch seine zurückgekehrte Heimstärke der Champions League entgegen. In der Hinrunde hatte der Neuling sieben seiner acht Heimspiele gewonnen, einmal gab es ein Remis.

Schon nach fünf Minuten nahm das Kölner Unheil seinen Lauf. Torhüter Thomas Kessler leistete sich am Rande des Strafraums einen indiskutablen Querschläger, und Forsberg ließ dem zurückeilenden Keeper mit einem präzisen Schuss ins Eck keine Chance. Drei Minuten später schickte Forsberg Werner auf die Reise, der nach einer leichten Berührung mit Maroh zu Boden ging. Maroh hatte dabei Glück, dass er nur Gelb sah. 

Köln kam mit dem Pressing der Gastgeber überhaupt nicht zurecht. Leipzigs Antreiber Naby Keita schaltete immer wieder schnell um und legte für Werner (27.) und Marcel Sabitzer (30.) auf. Der aufgerückte Marcel Halstenberg traf per Kopf die Latte. Den nächsten Fehler erlaubte sich Maroh in der 34. Minute, als er nach einer Flanke von Keita völlig unbedrängt ins eigene Netz verlängerte. Zur Halbzeit blieb der Unglücksrabe draußen.

Im zweiten Durchgang probierte der FC einen Neustart. Endlich griff auch Top-Torjäger Anthony Modeste beherzter ins Geschehen ein. Nach einer Flanke von Christian Clemens bekam der Franzose aber nicht genug Druck hinter einen Kopfball (48.). 

Leipzig ließ sich jetzt unerklärlicherweise fallen und lud die Gäste zu Chancen ein. Osako (53.) nahm die Einladung an und spitzelte den Ball nach Flanke von Pawel Olkowski zum 1:2 ins kurze Eck. In der 65. Minute sorgte Werner aber mit seinem 13. Saisontor für die Vorentscheidung. Gegenspieler Neven Subotic kam nicht hinterher, und Keeper Kessler sah bei dem Schuss aus spitzem Winkel wieder nicht gut aus.

Im Kölner Gäste-Block waren viele Reihen unbesetzt geblieben. Die Ultras hatten mit ihren Ankündigungen ernst gemacht und waren der Partie aus Protest gegen das Klubkonstrukt RB Leipzig ferngeblieben. 

Bei den Leipzigern überragten Forsberg, Keita und Werner. In Kölns Team konnten Olkowski und Osako nur vereinzelt Akzente setzen, der Rest blieb blass.