Köln (SID) - Bundestrainer Jan van Veen sieht nach dem Abschluss einer erfolgreichen Saison die Trendwende bei den deutschen Eisschnellläufern eingeleitet. "Ein Ziel war, die Negativspirale zu stoppen. Nach dem Tiefpunkt geht es jetzt in eine andere Richtung", sagte der Niederländer nach dem letzten Weltcup des vorolympischen Winters in Stavanger/Norwegen.

Die Athleten der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) waren im Weltcup zu neun Podestplätzen gelaufen, Sprinter Nico Ihle (Chemnitz) gewann dabei zweimal Gold über 500 m. Zudem holten Ihle sowie die Langstrecken-Spezialisten Claudia Pechstein (Berlin) und Patrick Beckert (Erfurt) Medaillen bei der Einzelstrecken-WM. 

"Nico hat ein Riesenjahr hingelegt, Respekt. Und das gilt auch für Claudia und Patrick. Das sind Fingerzeige im Hinblick auf Olympia", sagte van Veen, der auf seine erste Saison als Bundestrainer zurückblickt. Van Veen, der in seiner Heimat Olympiasieger wie Marrit Leenstra oder Jan Blokhuijsen trainierte, forciert seit seinen Amtsantritt vor allem einen radikalen Wechsel in der Lauftechnik der deutschen Athleten nach Vorbild der Oranje-Stars.

Ihle, Pechstein und Beckert zählen allerdings nicht zur festen Trainingsgruppe van Veens. "Die zwei, drei hinter ihnen können mitlaufen und haben einen Schritt nach vorne gemacht. Wozu das reicht, muss man sehen", sagte van Veen, der um Geduld warb: "Natürlich werden wir an Medaillen gemessen, doch es bleibt ein langer Weg, der nicht nach den Olympischen Spielen aufhört."

Mit Blick auf die Winterspiele 2018 in Pyeongchang soll die Teamverfolgung der Frauen noch stärker in den Fokus rücken. "Da haben wir Arbeit vor uns und müssen mehr investieren, in der Vorbereitung richtig Gas geben", sagte van Veen.