Sarajevo (dpa) - Die Türkei sollte nach Meinung der zweitgrößten muslimisch-bosnischen Partei SBB den Völkermord in Srebrenica nicht für ihre Auseinandersetzung mit den Niederlanden missbrauchen. "Mit großer Enttäuschung" habe man gesehen, dass der türkische Präsident den Srebrenica-Völkermord "für die Zwecke der Tagespolitik moralisch erniedrigt", heißt es in einer in Sarajevo veröffentlichten Mitteilung der Regierungspartei. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte wahrheitswidrig behauptet, niederländische Soldaten hätten 1995 in Srebrenica rund 8000 Jungen und Männer ermordet.