Wellington (dpa) - Als erstes Land der Welt hat Neuseeland einen Fluss zu einer Person gemacht - wenn auch nur zu einer juristischen. Der Whanganui River, mit 290 Kilometern der drittlängste Fluss des Pazifikstaates, bekommt mit der Verabschiedung eines entsprechenden Gesetzes zusätzlichen Schutz. Das Parlament in Wellington kam damit Forderungen nach, die von Neuseelands Ureinwohnern, den Maori, schon seit mehr als einem Jahrhundert erhoben wurden. Für die Ureinwohner ist der besondere Umgang mit einem Fluss nichts Besonderes.