Sierra Nevada (SID) - Die deutschen Snowboarder haben bei den Weltmeisterschaften in der spanischen Sierra Nevada auch im Parallel-Slalom eine Medaille verpasst. Nachdem Cheyenne Loch (Schliersee) am Mittwoch Rang vier im Parallel-Slalom belegt hatte, fuhr im Parallel-Riesenslalom auch Junioren-Weltmeisterin Ramona Hofmeister (Bischofswiesen) nur knapp an Bronze vorbei. Alle anderen deutschen Starter waren in der ersten K.o.-Runde oder in der Qualifikation gescheitert.

Im kleinen Finale um Bronze stürzte Hofmeister, die 2016 bei der Junioren-WM Gold im Slalom gewonnen hatte, sechs Tore vor dem Ziel, ihre leicht favorisierte Konkurrentin Jekaterina Tudegeschewa (Russland) hatte freie Fahrt. 

"Ja, mei", sagte Hofmeister ein wenig enttäuscht, "ich habe zu viel gewollt." Der vierte Rang sei im Grunde genommen "saugeil", ergänzte sie, "aber der dritte wäre schon drin gewesen." Im Slalom hatte sie Rang sechs belegt.  

Gold gewann Superstar Ester Ledecka: Das Multitalent aus Tschechien, auch schon bei der alpinen Ski-WM im Februar in St. Moritz am Start, gewann gegen Patrizia Kummer (Schweiz) nach Silber im Slalom ihren zweiten WM-Titel (nach 2015/Slalom). Im Finale der Männer kam es zur Neuauflage der Entscheidung am Vortag: Und erneut gewann im österreichischen Duell Andreas Promegger Gold vor Benjamin Karl. Nevin Galmarini (Schweiz) holte Bronze. 

Einen Tag, nachdem sie im Parallel-Slalom den Sprung aufs Podium nur knapp verpasst hatte, scheiterte Cheyenne Loch diesmal schon in der ersten Runde - wie im Duell im Bronze am Mittwoch unterlag sie Aljona Sawarsina (Russland). Nach dem anstrengenden Rennen am Vortag "hatte ich einfach keine Kraft mehr", sagte Loch. Nach einem Kreuzbandriss war sie erst im Januar wieder im Weltcup gestartet.

Auch für die anderen Deutschen, die sich für die K.o.-Runde qualifiziert hatten, war schon im Achtelfinale Schluss. Selina Jörg (Sonthofen) verlor erwartungsgemäß gegen Ledecka, Carolin Langenhorst (Bischofswiesen) gegen Olympiasiegerin Julia Dujmovits (Österreich). Auch für Patrick Bussler (Aschheim) und Alexander Bergmann (Berchtesgaden) war gleich in Runde eins Schluss.

Bussler, im Parallel-Slalom Siebter, verspürte nach seiner achten WM-Teilnahme "leichte Enttäuschung, ich habe mir eine Medaille gewünscht", sagte er und ergänzte: "Ich habe höhere Erwartungen, die habe ich nicht erfüllen können. Es muss mehr werden beim nächsten Mal."