Pyeongchang (SID) - Skeleton-Weltmeisterin Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland) hat ihre beeindruckende Saison gekrönt und auch den Sieg im Gesamtweltcup gefeiert. Drei Wochen nach ihrem WM-Triumph am Königssee gewann die 22-Jährige das Saisonfinale auf der künftigen Olympiabahn in Pyeongchang mit drei Zehnteln Vorsprung auf die Russin Jelena Nikitina und sicherte sich damit erstmals die Kristallkugel. Dritte wurde Kimberley Bos (+0,35) aus den Niederlanden.

"Im Moment freue ich mich einfach nur riesig über diesen Sieg und den Gesamtweltcup", sagte Lölling: "Ich kann es gar nicht so richtig glauben. Es läuft momentan einfach."

Mit 1591 Punkten steht die Winterbergerin letztlich recht souverän an der Spitze. Weniger gut lief es am Freitag für Vizeweltmeisterin Tina Hermann (Königssee), die in diesem Jahr damit nach dem WM-Titel auch den Gesamtweltcup an Lölling verlor. Die 25-Jährige wurde am Freitag nur Neunte und schloss den Winter mit 1493 Punkten als Gesamtzweite ab. Anna Fernstädt (1192/Gesamtrang 8) aus Berchtesgaden belegte zum Abschluss den siebten Platz.

Erst im Januar hatte Lölling in Altenberg ihren ersten Weltcupsieg überhaupt gefeiert, in insgesamt acht Rennen dieses Winters stand sie dreimal ganz oben auf dem Podest.

Beim Finale in Südkorea nährte die Senkrechtstarterin nun die Hoffnung, dass sie dem deutschen Verband BSD bei den Winterspielen in elf Monaten auch erstmals Olympia-Gold im Skeleton bescheren könnte. Das Rennen am Freitag war der erste Weltcup auf der neuen Bahn in Pyeongchang, und Lölling fand sich gleich bestens zurecht.

Sie war fahrerisch die deutlich beste Pilotin im Feld und stellte auch den Bahnrekord auf - obwohl sie am Start wie üblich zu den langsameren Pilotinnen gehörte. So lag Lölling im zweiten Durchgang auf den ersten hundert Metern fast eine halbe Sekunde zurück, am Ende stand dennoch der Bahnrekord.