Pyeongchang (SID) - Der viermalige Weltmeister Francesco Friedrich (Oberbärenburg) hat seine Ausnahmestellung im Zweierbob auch auf der Olympiabahn unterstrichen und erstmals den Gesamtweltcup gewonnen. Der 26-Jährige setzte sich beim Saisonfinale im südkoreanischen Pyeongchang souverän durch und feierte damit seinen fünften Weltcupsieg des vorolympischen Winters. Elf Monate vor den Winterspielen an gleicher Stelle festigte Friedrich zudem seinen Status als Favorit auf Olympia-Gold.

Nach zwei Läufen am Samstag siegte Friedrich mit Anschieber Thorsten Margis vor dem Letten Oskars Kibermanis, der drei Zehntelsekunden zurücklag. Der WM-Dritte Johannes Lochner (Stuttgart) landete mit Joshua Bluhm auf dem dritten Rang. Nico Walther (Oberbärenburg) kam mit Kevin Korona nicht über den elften Platz hinaus.

Der Südkoreaner Won Yun-jong wurde nach einem schwachen zweiten Lauf nur Fünfter. "Er hat hier die deutlich meisten Läufe absolviert, auf ihn haben wir trotzdem besonders geschaut und auf seine Fahrlinien geachtet", sagte Friedrich in der ARD.

Auch Friedrich ist die neue Bahn allerdings nicht gänzlich unbekannt. Als einer der wenigen Piloten absolvierte er in Pyeongchang im Rahmen der Streckenabnahme vor einigen Monaten schon zahlreiche Fahrten.

Friedrich ist damit erstmals konstantester Pilot des Winters. Seit 2013 wurde der Sachse viermal in Folge Weltmeister im kleinen Schlitten, die Kristallkugel für den Gesamtweltcup gewann er in dieser Zeit jedoch nie. Im kommenden Frühjahr soll in Pyeongchang auch der erste Olympia-Sieg folgen. 2014 in Sotschi war Friedrich wie das gesamte deutsche Team untergegangen und ohne Medaille geblieben.