Berlin (SID) - Die Beziehungen zwischen China und dem deutschen Fußball intensivieren sich angeblich zunehmend. Wie das Wirtschaftsmagazin Capital in seiner April-Ausgabe berichtet, hat der chinesische Finanzinvestor Fosun bei gleich sechs Bundesliga-Vereinen Interesse an einem Einstieg bekundet. Demnach sollen seit 2015 Gespräche mit Vertretern von Werder Bremen, Borussia Dortmund, Hertha BSC, Borussia Mönchengladbach, dem Hamburger SV sowie VfL Wolfsburg geführt worden sein.

Mit mehreren Klubs wurde eine mögliche Minderheitsbeteiligung von Chinas größtem privaten Finanzkonglomerat diskutiert. Zu einem Abschluss ist es bislang allerdings nicht gekommen, wenngleich der Kontakt weiterhin bestehe. 

Für den BVB allerdings ist das keine Option. "Es gab lediglich ein Sondierungsgespräch hinsichtlich der Möglichkeit einer Zusammenarbeit im Bereich Touristik. In diesem Zusammenhang haben wir unter anderem auch klargestellt, dass eine Mehrheitsbeteiligung an Borussia Dortmund durch Fosun im Wege einer Kapitalerhöhung nicht infrage kommt", sagte Finanzvorstand Thomas Treß den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Der VfL Wolfsburg eröffnet am Mittwoch ein Büro in Peking und startet damit eine Vermarktungs-Offensive. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) haben in den zurückliegenden Wochen ebenfalls die Beziehungen ins Reich der Mitte intensiviert.

Der Einstieg eines chinesischen Konzerns wäre dabei kein Novum in Europa. Wanda, der umsatzstärkste chinesische Immobilien-, Hotel- und Kaufhausriese, war bereits im Januar 2015 beim spanischen Topklub Atlético Madrid eingestiegen. Zudem zählt Wanda zu den Sponsoren des Weltverbands FIFA.