Köln (SID) - Der Mainzer Sportwissenschaftler Andreas Singler hat wegen der seiner Meinung nach illegalen Veröffentlichung seiner Studie über den Sportmediziner Joseph Keul rechtliche Schritte gegen den Freiburger Universitäts-Rektor Hans-Joachim Schiewer angekündigt. 

"Sie haben mit der auf schändliche und empörende Weise erfolgten Publikation des alleine von mir urheberrechtlich verantworteten Gutachtens zu Professor Keul meine Urheberrechte auf eklatante und für mich kriminelle Art und Weise verletzt und sich damit aus meiner Sicht jenseits aller vernünftigen Spielregeln der zivilisierten wissenschaftlichen Welt positioniert", schrieb Singler am Dienstag in einem offenen Brief an Schiewer. Singler forderte, dass die Universitätsleitung seine Studie, die sie am Montag veröffentlicht hatte, wieder von ihrer Website (www.uni-freiburg.de) entfernt.

Schriewer wies die Forderungen zurück und betonte am Dienstag, die Öffentlichkeit und die Universität als Auftraggeber hätten "einen Rechtsanspruch auf die Gutachten".

Singler selbst hatte die Studie über den skandalumwitterten langjährigen Leiter der Freiburger Sportmedizin am Wochenende Medien zur Verfügung gestellt. Zuvor hatte er sich finanziell nicht mit der Universitätsleitung einigen können. Nach Darstellung der Uni verlangte Singler einen Betrag in Höhe von fast 100.000 Euro.