Karlsruhe (SID) - Dem Spanier Jordi Figueras vom abstiegsbedrohten Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC droht in seinem Heimatland offenbar eine Haftstrafe. Das berichtet die Bild-Zeitung. Die Staatsanwaltschaft in Pamplona hat demnach im Spielmanipulations-Prozess gegen den 29-Jährigen ein entsprechendes Strafmaß beantragt.

"So ein Verfahren braucht keiner, das ist doch klar. Aber es gilt die Unschuldsvermutung", sagte KSC-Präsident Ingo Wellenreuther: "Der Spieler hat uns gesagt, dass er nichts damit zu tun hat, und das glauben wir ihm. Das Verfahren läuft, wir warten ab und werden es vorerst nicht weiter kommentieren."

Figueras und zwei Mitspielern seines damaligen Vereins Betis Sevilla wird vorgeworfen, in der Saison 2013/14 in illegale Absprachen verwickelt gewesen zu sein. Sie sollen insgesamt 650.000 Euro vom abstiegsgefährdeten CA Osasuna kassiert haben, um im Saisonfinale für verabredete Spielergebnisse zu sorgen. Dem Fußballprofi drohe deshalb zudem eine Geldstrafe in Höhe von 1,9 Millionen Euro. 

Der Innenverteidiger war im vergangenen Sommer an den Wildpark gewechselt. Er kam bislang in 14 Zweitligaspielen zum Einsatz (zwei Tore).