Frankfurt/Main (SID) - Yann Sommer schmunzelte, doch sein Erfolgsgeheimnis verriet er nicht. "Ich habe etwas geändert. Aber ich sage Euch ganz sicher nicht, was es war", berichtete der Schlussmann von Borussia Mönchengladbach nach seinem seltenen Kunststück. Einen Elfmeter hatte der Schweizer Nationalkeeper pariert, in der Schlussphase der Nullnummer bei Eintracht Frankfurt. 

Es war sein erster Strafstoß, den der Eidgenosse in der Bundesliga abwehrte, 13 Elfer waren zuvor gegen ihn verwandelt worden; zwei gingen neben bzw. über das Tor.

Am Samstag dann die Premiere. Sommer hechtete in die rechte Ecke seines Gehäuses, parierte den scharfen Schuss des Mexikaners Marco Fabian und rettete seinem Team so einen wichtigen Zähler. "Irgendwann musste es ja kommen. Es hat mich auch wirklich gewurmt, dass es so lange nicht geklappt hat", sagte der 28-Jährige. Trainer Dieter Hecking meinte etwas später vollkommen richtig, dass "wir uns bei Yann bedanken dürfen. Ich frage ihn mal, was er denn anders gemacht hat".

Im Training unter der Woche hatte Sommer offenbar eine Extraschicht eingelegt, zumindest deutete das Kapitän Lars Stindl an. "Wir haben viele Elfmeter geschossen, viele unterschiedliche Spieler", sagte er. Dass Sommer seine "Hexer-Fähigkeiten" offenbar wiedergefunden hat, könnte für die Fohlen in den kommenden Wochen noch wichtig werden.

Am 25. April nämlich geht es im DFB-Pokal-Halbfinale erneut gegen Frankfurt, dann vor heimischer Kulisse. Sommer ist gewappnet. "Es ist wichtig, der Mannschaft das Gefühl zu geben, dass der Keeper einen Elfmeter halten kann", sagte er.