Freiburg (SID) - Auch bei seinem sechsten Interview nach dem Spiel war Thomas Delaney immer noch gut drauf und wiederholte geduldig all das, was er schon fünfmal zuvor erzählt hatte. Nein, den Ball habe er nicht mitgenommen. Nein, drei Tore habe er noch nie geschossen. Und nein, das war noch nicht die Rettung im Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Bundesliga.

Kurz zuvor hatte der 25 Jahre alte Däne in Diensten von Werder Bremen die Hanseaten mit seinem Dreierpack fast im Alleingang zum 5:2 (2:0) beim SC Freiburg geschossen. "Dabei habe ich in der ersten Hälfte nicht einmal gut gespielt", äußerte der Mittelfeldspieler, der im Januar vom dänischen Meister FC Kopenhagen nach Bremen gekommen war: "Und am Ende war das wohl der großartigste Tag in meinem bisherigen Fußballer-Leben."

Die Gala Delaneys mit seinen drei Toren (45.+2, 47., 86.) führte dazu, dass Werder seine Erfolgsserie fortsetzen konnte und mehr denn je auf den Klassenerhalt hoffen darf. Die Bremer (32 Punkte) sind seit mittlerweile sechs Partien ungeschlagen und holten in dieser Zeit 16 der 18 möglichen Zähler.

Delaney traut dem Braten allerdings noch nicht - schließlich hat Werder nur drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. "Ich will noch nicht sagen, dass wir auf dem besten Weg unten raus sind", sagte der Sohn eines US-Amerikaners und einer Dänin: "Denn am Ende holt mich so eine Aussage noch ein."