Rom (dpa) - Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) hat davor gewarnt, bei der Lösung der Migrationskrise auf das Bürgerkriegsland Libyen zu setzen. "Es ist einfach unmöglich, dass Libyen Teil irgendeiner Lösung ist", sagte Generaldirektor Arjan Hehenkamp in Rom. Hehenkamp schilderte seine Eindrücke aus Lagern in dem nordafrikanischen Land, in denen Migranten oft auf unbestimmte Zeit interniert sind. MSF leiste in sieben Lagern medizinische Hilfe, in denen die Menschen unter "miserablen" Umständen lebten. Die Lager würden von verschiedenen Milizen kontrolliert.