Düsseldorf (SID) - Für Ex-Doppelweltmeister Jörg Roßkopf liegt die Zukunft des Tischtennis in der Begrenzung der Spielzeit. "Wir müssen mit der Zeit gehen. Die Spielzeit muss kalkulierbarer werden. Daran wird kein Weg vorbeiführen", sagte der Herren-Bundestrainer am Montag bei der Mitgliederversammlung des Verbandes Westdeutscher Sportjournalisten (VWS) beim deutschen Rekordmeister Borussia Düsseldorf. Zur Talkrunde gehörten auch Ehrenpräsident Hans Wilhelm Gäb vom Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) und Borussia-Manager Andreas Preuß.

Roßkopf spielte auf einen bevorstehenden Test mit einer Spielzeitbegrenzung auf 24 Minuten pro Einzelmatch bei einer privaten Turnierserie ab Juli in Hongkong mit Deutschlands Topspieler Timo Boll (Düsseldorf) an. Der EM-Rekordchampion freut sich auf seine Teilnahme an dem Experiment. "Das wird spannend. Dass Wichtigste ist aber, dass es überhaupt erst einmal ausprobiert wird", sagte der frühere Weltranglistenerste im Deutschen Tischtennis-Zentrum auf einer anschließenden Pressekonferenz zur anstehenden WM in Düsseldorf (29. Mai bis 5. Juni).

Gäb sprach sich wenige Tage nach seinem Appell zur Entschärfung des Aufschlags prinzipiell dafür aus, "Spielregeln zu verändern, damit die Zuschauer das Spiel besser verfolgen und verstehen können". Preuß, in Personalunion auch Aufsichtsrats-Vorsitzender der Tischtennis-Bundesliga (TTBL), brachte die "Erhöhung des Netzes um zwei bis drei Zentimeter" als Variante in die Diskussion um Mittel zur Attraktivitätssteigerung des Tischtennis ein.