Augusta (dpa) - Deutschlands bester Golfer Martin Kaymer nimmt zum zehnten Mal am Masters teil und feiert damit beim prestigeträchtigsten Turnier der Welt ein kleines Jubiläum.

Nach konstant guten Leistungen auf der US-Tour hofft der 32-Jährige, auch beim ersten Major des Jahres eine gute Rolle spielen zu können. Darüber hinaus spricht der zweimalige Major-Sieger im Interview der Deutschen Presse-Agentur über die besondere Aura des Augusta National Golf Clubs und seine Bewunderung für Golf-Veteran Bernhard Langer.

In diesem Jahr feiern Sie im Augusta National Golf Club ein kleines Jubiläum. Es ist Ihre zehnte Teilnahme am Masters. Auf was freuen Sie sich in diesem Jahr in Augusta am meisten?

Martin Kaymer: Ich freue mich jedes Jahr auf das Masters, aber zehn Jahre in Folge teilnehmen zu können ist schon etwas Besonderes für mich. Die Atmosphäre ist immer sehr speziell.

Beschreiben Sie einmal Ihre Empfindungen, wenn Sie nach zwölf Monaten wieder an die Magnolia Lane zurückkehren. Was macht diesen Ort so besonders für Sie?

Kaymer: Augusta hat einfach eine besondere Aura. Von außen wirkt es unscheinbar, aber sobald man durch das Eingangstor fährt, fühlt man sich in einer eigenen Welt. Es ist das erste Major des Jahres nach einer mehrmonatigen Pause, von daher bin ich immer voller Vorfreude.

Bei den letzten Turnieren auf der PGA-Tour haben Sie gezeigt, dass Ihr Golfspiel derzeit sehr konstant ist. Was trauen Sie sich in diesem Jahr beim Masters zu?

Kaymer: Ich denke, mein Spiel in Augusta ist in den letzten Jahren immer besser geworden, ich habe mich gut auf die Bedingungen dort einstellen können. Wenn ich die gute Form der letzten Wochen bestätigen kann, bin ich davon überzeugt, eine gute Rolle spielen zu können.

Wie und wo haben Sie sich auf das Masters vorbereitet?

Kaymer: Ich habe zuletzt viel gespielt, besonders in den USA. In der letzten Woche bin ich deshalb noch einmal kurz nach Deutschland geflogen, um etwas Kraft zu tanken, meinen Trainer Günter Kessler zu sehen und dann gut erholt beim Masters antreten zu können.

Vor 20 Jahren startete Tiger Woods mit seinem beeindruckenden Masters-Sieg endgültig seine Welt-Karriere. In diesem Jahr wird er erneut verletzungsbedingt fehlen. Wie sehr unterscheidet sich ein Masters mit Tiger Woods von einem ohne Tiger Woods?

Kaymer: Ich freue mich immer, wenn Tiger dabei ist, und wünsche ihm und uns allen, dass er bald wieder verletzungsfrei spielen kann. Er ist der dominanteste Spieler der jüngeren Vergangenheit und er ist Teil der Masters-Geschichte.

Auch Bernhard Langer ist in Augusta am Start. Werden Sie wieder gemeinsam mit ihm auf die Trainingsrunde gehen? Haben Sie sich schon mit ihm verabredet?

Kaymer: Ja, wir werden wieder gemeinsam spielen. Wir haben uns auch schon für das Par-3-Turnier am Mittwoch verabredet.

Was schätzen Sie besonders an Bernhard Langer?

Kaymer: Es bringt mir sehr viel, mich mit ihm zu unterhalten oder Golf zu spielen. Er strahlt eine große Gelassenheit und Ruhe aus. Die Akribie und Leidenschaft, mit der er sein Leben lang unseren Sport angegangen ist, finde ich sehr beeindruckend.

ZUR PERSON: Martin Kaymer (32) ist Deutschlands bester Golfprofi. In der Weltrangliste wird der zweimalige Major-Sieger aus Mettmann derzeit auf Position 44 geführt.

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