Köln (SID) - Der zurückgetretene Football-Profi Markus Kuhn sieht den Umzug der Oakland Raiders nach Las Vegas in der US-Profiliga NFL äußerst kritisch. "Der NFL geht es meistens um Geld, und sie sieht finanziell mehr Potenzial in Las Vegas. Für die Fans wird es schwierig, in Vegas eine Fan-Base aufzubauen", sagte der 30-Jährige bei ran.de. 

Ende März war die Umsiedlung der Franchise in die Party- und Glücksspiel-Metropole beschlossen worden. Der Standortwechsel ist vor der Saison 2020/21 geplant. In den nächsten beiden Spielzeiten wollen die Raiders auf jeden Fall in Oakland bleiben. 

Besonders für die berühmten Fans der Raiders tut dem ehemaligen Defensive Tackle Kuhn der Umzug leid. Ihnen "das Team aus dem Herzen zu reißen, wegen finanzieller Geschichten nach Vegas umzusiedeln", halte er "nicht für die richtige Entscheidung".

Die Raiders sind das dritte NFL-Team innerhalb kurzer Zeit, das den Standort wechselt. Die Rams zogen von St. Louis nach Los Angeles um, die Chargers gehen zur neuen Saison aus San Diego ebenfalls nach L.A.

Kuhn hatte im Januar seine Football-Karriere nach vier Jahren in der US-Profiliga NFL offiziell beendet. Von 2012 bis 2016 hatte er bei den New York Giants gespielt und 2014 als erster deutschen NFL-Profi einen Touchdown erzielt.