Leipzig (SID) - Sportdirektor Ralf Rangnick vom Fußball-Bundesligisten RB Leipzig hat aus den Erfahrungen seiner Zeit bei 1899 Hoffenheim gelernt. "Wir haben in Leipzig ? auch aus der Erfahrung von Hoffenheim ? beim Gehalt eine Obergrenze, weil wir nicht wollten, dass Neuzugänge immer wesentlich mehr verdienen als die Spieler, die da sind", sagte Rangnick im Interview mit der Zeit. 

Rangnick war in der Saison 2007/2008 als Trainer mit Hoffenheim in die Bundesliga aufgestiegen und anschließend Herbstmeister geworden. In der Rückrunde brach das Team jedoch ein und belegte am Ende Platz sieben. "Damals waren wir plötzlich nicht mehr so geschlossen, nicht mehr so bedingungslos bereit, uns für den anderen einzusetzen", sagte er: "Vielleicht haben wir damals ein bisschen zu viel Statusdenken zugelassen. Plötzlich fuhr der erste Ferrari durch Hoffenheim, der in diesem Dorf überhaupt jemals gesichtet worden ist."

Eine ähnliche Entwicklung soll in Leipzig verhindert werden, die Spieler müssten immer mit ihrem Dienstwagen zum Trainingsgelände kommen, "und die Autos sind verhältnismäßig bodenständig". Zudem gebe es weniger exotische Charaktere in der Mannschaft: "Hier in Leipzig haben wir lauter normale und geerdete Jungs."