Köln (SID) - Rekordsieger Marcel Kittel (Arnstadt) hat zum fünften Mal den Scheldeprijs gewonnen. Der Radprofi vom Team Quick-Step Floors entschied am Mittwochnachmittag den Massensprint nach 202 Kilometern von Mol nach Schoten für sich. Der Vorjahressieger setzte damit seine Erfolgsgeschichte in Flandern fort. Zweiter wurde der Italiener Elia Viviani vor dem Franzosen Nacer Bouhanni.

"Das war eine fantastische Teamarbeit. Schoten fühlt sich inzwischen wie ein Wohnzimmer an. Es ist eines meiner Lieblingsrennen", sagte Marcel Kittel, der besonders seinen Teamkollegen Tom Boonen würdigte. "Boonen war im Finale sehr stark", sagte Kittel über den 36-Jährigen, der am Mittwoch sein letztes Profirennen in Belgien bestritt. Ihm zu Ehren wurde der Start in seinen Geburtsort Mol verlegt, seit 1996 wurde ansonsten in Antwerpen begonnen.

Tom Boonen wird seine Laufbahn am Sonntag beim Klassiker Paris-Roubaix beenden. Der Sprinter hatte sich 2005 den Weltmeistertitel gesichert, die Flandern-Rundfahrt gewann der 36-Jährige dreimal, Paris-Roubaix sogar viermal. Insgesamt fuhr Boonen 114 Siege heraus.

Beim Scheldeprijs hat unterdessen Marcel Kittel beinahe eine Sieggarantie. 2012 hatte er erstmals bei dem seit 1907 ausgetragenen Traditionsrennen triumphiert, es folgten drei weitere Erfolge, ehe der Norweger Alexander Kristoff Kittels Serie durchbrach. Im vergangenen Jahr konnte der 28 Jahre alte deutsche Sprinterstar allerdings wieder als Erster die Ziellinie kreuzen.

Rund vier Kilometer vor dem Ziel in Schoten kam es beim Scheldeprijs zu einem Massensturz. Verwickelt war auch der Rostocker Andre Greipel (Lotto-Soudal), der damit seine Siegchancen einbüßte.