Augusta (SID) - Deutschlands Top-Golfer Martin Kaymer (Mettmann) hat beim 81. US Masters in Augusta/Georgia einen desaströsen Auftakt erlebt und muss bereits nach den ersten 18 Löchern um den Cut bangen. Der 32-Jährige kam auf dem Par-72-Platz bei schwierigen Windbedingungen mit einer 78 ins Klubhaus und belegt lediglich den 75. Platz.

Eine schwächere Runde hatte Kaymer an der Magnolia Lane mit 79 Schlägen nur im vergangenen Jahr absolviert. "Das waren die schwierigsten Bedingungen, unter denen ich hier jemals gespielt habe", sagte der ehemalige Weltranglistenerste, "der Wind war einfach nicht einzuschätzen." Bei seinen bisherigen neun Starts in Augusta hatte Kaymer fünfmal den Cut nach zwei Runden verpasst.

Altmeister Bernhard Langer (Anhausen) liegt nach der ersten Runde im hinteren Mittelfeld. Der zweimalige Turniersieger (1985 und 1989) spielte eine 75 und teilt sich den 41. Rang. "Die Runde war eigentlich okay. Es war unheimlich schwierig und furchtbar lang für mich. Bei den böigen Windverhältnissen weiß man nie, ob man den richtigen Schläger hat", sagte der 59-Jährige (1985 und 1993).

Einen Traumstart bei der von starken Winden begleiteten Auftaktrunde erwischte der US-Amerikaner Charley Hoffman, der sich mit einer 65 einen Vorsprung von vier Schlägen auf seinen Landsmann William McGirt erspielte. Ein Führungspolster von vier Schlägen nach 18 Bahnen hatte es zuletzt 1955 gegeben.

Top-Favorit Dustin Johnson (USA) hatte seine Startzusage bereits vor dem ersten Abschlag zurückgezogen. Der Branchenführer machte sich nach seinem Treppensturz am Vortag noch warm, verzichtete aber aufgrund seiner Rückenprobleme auf eine Teilnahme.

"Es ist unglaublich. Ich spiele derzeit das beste Golf meiner Karriere. Hier nicht antreten zu können, trifft mich richtig schwer", sagte Johnson: "Ich bin sehr traurig, weil es so ein blöder Unfall war. Ich habe es versucht, aber es ging einfach nicht."