Aarhus (SID) - Der russischer Sportminister Pawel Kolobkow geht fest von einer Teilnahme seines Landes an den Winterspielen 2018 in Pyeongchang aus und drängt auch weiter auf einen Start russischer Leichtathleten bei der WM im August in London. "Wenn ich nicht daran glauben würde, dass russische Sportler an den Olympischen Spielen teilnehmen, gäbe es für mich keinen Grund zu arbeiten", sagte Kolobkow dem Branchendienst insidethegames.com.

Der Degen-Olympiasieger von 2000 lehnt auch einen möglichen Start russischer Sportler unter neutraler Flagge ab. "Russland ist ein Land mit einer Nationalflagge, mit einer Nationalhymne. Es sollte keine Diskussion darüber geben, dass wir nicht unter der Flagge dieser großartigen Sportnation teilnehmen", sagte der 47-Jährige.

Kolobkow zeigte sich enttäuscht über die hohe Anzahl von positiven Dopingfällen russischer Sportler bei Nachtests der Olympischen Spielen in Peking und London, erklärte aber, dass Russland alles mögliche tue, um das Anti-Doping-System zu reformieren. Auch deshalb zeigte er sich zuversichtlich, dass die Suspendierung der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA im Mai provisorisch aufgehoben und dies im November bestätigt werde. Dies ist Grundlage für die Teilnahme der derzeit ebenfalls ausgeschlossenen russischen Leichtathleten an der WM in London im August.

"Ich bin sicher, dass die russischen Leichtathleten sauber sind. Sie trainieren seit eineinhalb Jahren und dürfen nur bei Wettbewerben innerhalb Russlands starten. Wie kann das sein?", fragte Kolobkow. Das "Problem" solle schnellstmöglich gelöst werden.