Belgrad (SID) - Der zwölfmalige Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic wird nach einer Ellbogenverletzung sein Comeback am Freitag im Davis Cup geben. Der Weltranglistenzweite führt das serbische Aufgebot im Viertelfinale gegen Spanien in Belgrad an und trifft im Auftakteinzel auf Albert Ramos-Vinolas.

"Ich persönlich ziehe immer viel Energie aus diesen Wochen mit der Mannschaft. Sie zaubern stets das Beste aus mir hervor. Ich habe schon viele außergewöhnliche Momente in meinem Leben mit diesen Teammitgliedern erlebt", sagte Djokovic vor dem Duell mit den Iberern, die auf ihren Star Rafael Nadal (ATP-Nr. 5) verzichten müssen. 

Djokovic hofft nach einer bislang durchwachsenen Saison, dass sein Einsatz den Beginn einer neuen Serie markiert. "Für unser Land zu spielen, ist definitiv etwas ganz Spezielles - für mich und alle im Team", sagte der 29-Jährige. Zuletzt hatte er seine Teilnahme am ATP-Masters in Miami absagen müssen und eine zweiwöchige Pause eingelegt.

Der siebenmalige Australian-Open-Champion, der in diesem Jahr bereits in der zweiten Runde von Melbourne gescheitert war, hat die letzten elf Einzel im bedeutendsten Mannschafts-Wettbewerb seiner Sportart für sich entschieden. Zuletzt hatte Djokovic zum Erstrundenerfolg gegen Russland (4:1) im Februar einen Sieg beigetragen. 2010 hatte Serbien den bislang einzigen Davis-Cup-Titel geholt, zu dem Djokovic zwei Einzelsiege beisteuerte. 

Branchenführer Andy Murray indes wird den Briten in der Partie gegen Gastgeber Frankreich in Rouen fehlen. Auch der zweimalige Olympiasieger hatte zuletzt mit Ellbogenproblemen zu kämpfen. Murray hatte das Vereinigte Königreich 2015 zum zehnten und bis dato letzten Triumph geführt.

Die weiteren Viertelfinals bestreiten Belgien und Italien in Charleroi sowie Australien und die USA in Brisbane. Titelverteidiger Argentinien war bereits in der ersten Runde mit 2:3 an Italien gescheitert. 

Deutschland hatte zum Auftakt in Frankfurt/Main 1:4 gegen Belgien verloren und muss in der Relegation (15. bis 17. September) um den Klassenerhalt in der Weltgruppe der besten 16 Mannschaften kämpfen. Der Gegner steht noch nicht fest.