Berlin (dpa) - Die Bundesregierung hat Bedenken gegen von der EU-Kommission vorgeschlagene strenge Grenzwerte für den Ausstoß von Stickoxiden aus Braunkohlekraftwerken. Der Vorschlag aus Brüssel beschreibe "nicht zutreffend den Stand der Technik", heißt es aus dem Umweltministerium. Die EU-Mitgliedsstaaten sollen Ende April über neue Grenzwerte entscheiden. Laut Umweltverbänden will die Bundesregierung statt der vorgeschlagenen Obergrenze von 175 Milligramm pro Kubikmeter bei Stickoxiden 190 Milligramm durchsetzen, um Kraftwerken in Deutschland teure Nachrüstungen zu ersparen.