Köln (SID) - Peter Stöger übt sich kurz vor seinem Aufstieg zum alleinigen Bundesliga-Rekordtrainer des 1. FC Köln in Demut. "Die Vergleiche mit Hennes Weisweiler sind natürlich hanebüchen", sagte Stöger am Samstag nach der Derby-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach (2:3): "Er war in einem Bereich unterwegs, wo er nahezu alles gewonnen hat. Deshalb passen unsere Namen in einem Satz nicht wirklich zusammen."

Das Spiel gegen den rheinischen Rivalen war für Stöger das 130. Ligaspiel mit dem 1. FC Köln seit seinem Amtsantritt im Sommer 2013 in der 2. Bundesliga. Ebenso oft stand die 1983 verstorbene Trainer-Legende Hennes Weisweiler zwischen 1976 und 1980 an der Seitenlinie (durchgehend 1. Bundesliga). Am kommenden Samstag im Spiel beim FC Augsburg (15.30 Uhr/Sky) wird Stöger den Double-Gewinner (1978) überflügeln.

Auch der absolute Vereins-Rekord ist für Stöger schon greifbar. Weisweiler war schon vor Gründung der Bundesliga von 1948 bis 1952 an 1460 Tagen in Folge als Spieler-Trainer für den FC verantwortlich. Beim Derby am Samstag stand Stöger bei 1396 Tagen.

"Ich muss damit vorsichtig sein", sagte der Österreicher augenzwinkernd: "Wenn ich sage, dass es mir nichts bedeutet, dann meinen die Leute: Der ist ja nicht ganz dicht. Positiv für mich und den Verein ist, dass wir eine gewisse Entwicklung und eine Konstanz in unserer Arbeit haben. Das ist es dann aber auch schon. Wir hatten in der Vergangenheit ein paar Situationen, in denen vielleicht andere Führungskräfte weniger ruhig geblieben wären. Dann wäre es zu dieser langen Zusammenarbeit gar nicht gekommen. Es spielen also viele Dinge zusammen."