Augusta (SID) - Deutschlands Topgolfer Martin Kaymer hat beim 81. US Masters eine hervorragende Schlussrunde gespielt und beim Sieg des Spaniers Sergio García sein bestes Karriere-Resultat beim ersten Major-Turnier des Jahres erzielt. Der ehemalige Weltranglistenerste benötigte auf dem Par-72-Platz im weltberühmten Augusta National Golf Club wie am Freitag 68 Schläge und beendete das Turnier mit insgesamt 288 Schlägen auf dem geteilten 16. Platz. Sein zuvor bestes Masters-Resultat war ein geteilter 31. Platz vor drei Jahren.

"Heute war einer dieser Tage. Die Fahnen sind relativ gut zu attackieren, und wenn du mutig genug bist, kannst du auf den zweiten neun Löchern vier oder fünf unter Par bleiben. Das ist eine rein mentale Angelegenheit, mir ist es heute sehr gut gelungen", sagte Kaymer im Clubhaus.

Für den 37 Jahre alte García, der am 60. Geburtstag seines 2011 verstorbenen Landsmannes Severiano Ballesteros, Masters-Sieger von 1980 und 1983, triumphierte, war es im 74. Anlauf der erste Major-Titel seiner Karriere. Auf dem Weg zum begehrten Grünen Jackett hatte er auf der letzten Bahn einen Matchball, spielte einen kurzen Putt zum Birdie und damit zum Sieg aber knapp neben das Loch.

Im Stechen gegen Olympiasieger Justin Rose (England), der die vier Runden wie García mit 279 Schlägen beendet hatte, blieb der Spanier jedoch fehlerfrei und gewann dank eines Birdies auf dem ersten Extraloch. Es war das 17. Stechen beim Masters und das erste seit 2013.

"Unglaublich. Bis zu diesem Tag hat es sehr lange gedauert", sagte García im Anschluss und musste dabei mit den Tränen kämpfen: "Auch bei meinen Bogeys bin ich heute sehr ruhig und immer positiv geblieben."

Kaymer kassierte zwar vier Bogeys, spielte allerdings auch acht Birdies. Auf den Bahnen 9 bis 13 gelangen dem zweimaligen Major-Sieger sogar fünf Schlaggewinne in Folge. Am letzten Loch verspielte Kaymer mit einem Bogey sein erstes Masters unter Par, beendete mit insgesamt 288 Schlägen allerdings erstmals das Turnier an der Magnolia Lane mit dem Platzstandard.

Der englische Titelverteidiger Danny Willett war wie die früheren Masterssieger Zach Johnson und Bubba Watson (beide USA) bereits am Cut gescheitert. Willett war der erste amtierende Champion seit dem Kanadier Mike Weir 2004, der die Schlussrunden am Wochenende verpasst hat.